Champions League 2026/27 Power Rankings: Kann PSG noch gestoppt werden? Titelverteidiger setzen vor dem Duell mit Barcelona ein Zeichen, während die Schwächen des FC Bayern München offengelegt werden

Die Champions League 2026/27 ist in vollem Gange: Alle 36 Teams haben zwei Spiele der Ligaphase absolviert, und Europas Stürmer haben die neue Saison mit reichlich Toren eröffnet. Am zweiten Spieltag fielen sogar rekordverdächtige 78 Tore in 18 Partien.

Paris Saint-Germain ist als Titelverteidiger in die Saison gestartet. Der Klub gewann im Mai in Budapest das Finale gegen Arsenal im Penaltyschiessen und holte damit den zweiten Europapokal in Folge. Das Team von Luis Enrique wirkte in den vergangenen rund 18 Monaten wie eine Klasse für sich. Im Rennen um einen dritten Titel in Serie dürfte PSG jedoch auf starke Konkurrenz treffen.

Wer ist also am besten positioniert, um PSG den europäischen Thron streitig zu machen? Unsere Power-Rankings begleiten den Wettbewerb während der gesamten Saison, verfolgen die Anwärter und sortieren die Pretendenten aus.

Draussen vor der Tür

Diese Saison sieht die Rangliste etwas anders aus. Statt alle 36 Teams von 1 bis 36 zu bewerten, orientieren wir uns am Modus der Ligaphase und führen nur die besten 24 Anwärter auf. Die übrigen zwölf Teams stehen draussen vor der Tür.

Das heisst nicht, dass keines dieser zwölf Teams weiterkommt. In den K.-o.-Runden gibt es immer mindestens eine Überraschung. Diese zwölf Mannschaften gehören aber nach unserer Einschätzung zu den Teams, die am wenigsten wahrscheinlich die erste Runde überstehen.

Einige dieser Teams haben in dieser Saison bereits für Aufsehen gesorgt. Die aserbaidschanischen Neulinge Sabah schlugen Slavia Prag in ihrem ersten Heimspiel auf dieser Stufe. Die beiden norwegischen Klubs haben ebenfalls Akzente gesetzt: Viking spielte gegen Bayern München 3:3, und Bodø/Glimt besiegte Borussia Dortmund 24 Stunden später. Dennoch haben alle zwölf Teams noch einen langen Weg vor sich, bevor sie zumindest die Playoff-Runde erreichen.

Andere Aussenseiter wie LASK und Slovan Bratislava wirken etwas überfordert. Zudem gibt es Zweifel, ob einer der beiden türkischen Klubs weiterkommt. Galatasaray und Fenerbahçe haben zusammen bisher nur einen einzigen Punkt geholt.

Die doomed dozen: AEK Athen, Bodø/Glimt, Fenerbahçe (Abwärtstrend), Feyenoord, Galatasaray (Abwärtstrend), LASK, Lens, Lille (Abwärtstrend), Sabah, Slavia Prag, Slovan Bratislava, Viking.

24. Napoli (Abwärtstrend)

Napoli droht, die K.-o.-Runde im zweiten Jahr in Folge zu verpassen. Angesichts der schwachen Bilanz von Antonio Conte auf europäischer Bühne überraschte es wohl nicht, dass Napoli in der vergangenen Saison in der Ligaphase ausschied. Viele waren dennoch schockiert, dass der damalige Serie-A-Meister die Top 24 verpasste. Conte ist inzwischen weg, Massimiliano Allegri wurde nach seinem Abgang von der AC Milan verpflichtet.

Für Allegri läuft es bisher nicht rund: Von seinen sechs Spielen in der Serie A hat er nur drei gewonnen. In der Champions League wartet Napoli nach den Niederlagen gegen Arsenal und Villarreal noch auf den ersten Punkt. Besonders die Niederlage gegen Villarreal dürfte Allegri Sorgen bereiten. Die letzten beiden Spiele der Ligaphase bestreitet Napoli gegen Sabah und Viking, doch zuerst muss das Team wieder in Reichweite der Qualifikation kommen.

23. Villarreal (Aufwärtstrend)

Villarreal gehörte in der vergangenen Saison zu den grössten Enttäuschungen der Champions League. Das Gelbe U-Boot holte aus acht Spielen nur einen einzigen Punkt und belegte den zweitletzten Platz in der 36 Teams umfassenden Ligaphase. In dieser Saison machen sie es deutlich besser.

Zwar verlor Villarreal am ersten Spieltag bei Borussia Dortmund, war aber dem Remis in Deutschland nahe. Danach folgte ein Sieg gegen Napoli, bei dem Iñigo Pérez’ Mannschaft mit herausragendem Abschluss überzeugte. Mit Slavia Prag und Sabah stehen bis Weihnachten noch zwei Spiele an. Danach dürfte Villarreal im Qualifikationsrennen mitmischen.

22. Porto (Abwärtstrend)

Porto kehrt nach zwei Jahren Abwesenheit zurück in die Champions League. Der Klub triumphierte in der vergangenen Saison in der Liga Portugal unter Francesco Farioli. Der Italiener machte Los Dragões seit seiner Amtsübernahme im Sommer 2025 zu einem der schwierigsten Gegner Europas. Nun hat das Team aber einiges aufzuholen, wenn es auf internationaler Bühne Akzente setzen will.

Die Niederlage gegen Manchester City am ersten Spieltag war erwartet. Frustrierend für Farioli dürfte aber die Partie gegen Real Betis sein: Porto verspielte eine Halbzeitführung und verlor in Spanien mit 2:3. Die kommenden Heimspiele gegen PSV und Napoli sind deshalb bereits Pflichtsiege.

21. PSV (Abwärtstrend)

PSV hatte sich mehr erhofft als einen einzigen Punkt aus den ersten beiden Spielen. In der vergangenen Ligaphase hatte der Klub Napoli und Liverpool deutlich geschlagen, verpasste dennoch den Einzug in die K.-o.-Runde. Nun droht ein ähnliches Schicksal, der niederländische Meister hat nach zwei Spielen erst einen Punkt.

Auf ein torloses Heimremis gegen Schachtar Donezk folgte eine knappe Niederlage bei RB Leipzig. Ivan Perišić scheiterte dabei per Penalty, was Peter Bosz’ Team teuer zu stehen kam. Auf dem Papier hat PSV eines der einfacheren Programme der Ligaphase. Das Team muss diesen Vorteil aber schnell nutzen.

20. RB Leipzig (Abwärtstrend)

RB Leipzig stand in der vergangenen Saison nicht in der Champions League, hat sich aber als Dritter der Bundesliga wieder qualifiziert. Der Auftakt verlief peinlich: Im ersten Spiel unterlag der Klub Como deutlich. Danach fing sich Leipzig und gewann knapp gegen PSV dank eines Treffers von Brajan Gruda in der zweiten Halbzeit. Für Trainer Martin Demichelis kam dieser Sieg zur rechten Zeit. Mit Real Madrid und Manchester City stehen nun harte Gegner an, daher war das Erfolgserlebnis an der Red Bull Arena dringend nötig.

19. Schachtar Donezk (Aufwärtstrend)

Vor der Rückkehr in die Champions League erwartete kaum jemand viel vom ukrainischen Klub, der wegen der russischen Invasion seiner Heimat weiterhin ein Nomadenleben führt. Arda Turan führt Schachtar zu einem Sieg und einem Remis aus den ersten beiden Spielen. Für die europäischen Heimspiele nutzt der Klub diesmal die Stamford Bridge in London. Dort feierte das Team den Auftakt mit einem Sieg gegen AEK Athen.

Das Unentschieden auswärts bei PSV war ebenfalls eine starke Leistung. Da noch Slovan Bratislava und Fenerbahçe auf dem Programm stehen, bilden die vier Punkte eine hervorragende Basis, um den Weg in die K.-o.-Runde zu planen.

18. Club Brügge (Aufwärtstrend)

Club Brügge hat sich in den ersten beiden Ausgaben des neuen Formats jeweils für die K.-o.-Runde qualifiziert. Nach der Auftaktniederlage gegen Aston Villa rappelte sich der Klub auf und gewann im San Siro ein spannendes Spiel gegen Inter. Nicolò Tresoldi sorgte mit einem Hattrick für Aufsehen auf europäischer Bühne, während das Tempo und die Dribblings von Carlos Forbes die Inter-Abwehr immer wieder vor Probleme stellten. Der Klub, dessen Fan Tresoldi als Junge bei der AC Milan war, dürfte mit einem relativ günstigen Restprogramm zuversichtlich sein, bereits jetzt einen Platz unter den besten 24 zu sichern.

17. Stuttgart (Aufwärtstrend)

Sebastian Hoeneß formt mit Stuttgart weiter ein kleines Wunder. Er führte den Klub aus der Relegationsrunde der Bundesliga zweimal innerhalb von drei Saisons in die Champions League. Deniz Undav hat sich als Anführer im Angriff etabliert, während Angelo Stiller und Jamie Leweling hinter ihm das Interesse der grössten Klubs Europas wecken.

Laut Opta hat Stuttgart den einfachsten Spielplan aller 36 qualifizierten Teams erhalten. Der Klub nutzte das und gewann beide bisherigen Spiele gegen Viking und Slovan Bratislava. Atlético Madrid und Inter werden Ende November schwerer zu knacken sein, doch ein Platz in der K.-o.-Runde ist für Hoeneß’ Team bereits in Reichweite.

16. Real Betis (Aufwärtstrend)

Real Betis ist erstmals seit über 20 Jahren wieder in der Champions League vertreten. In der vergangenen Saison wurde der Klub unter Manuel Pellegrini Fünfter in La Liga und beweist weiterhin, dass er in Spanien ernst zu nehmen ist.

Auch in Europa gab es bereits Aufsehen: Betis gewann zweimal mit 3:2, zuerst gegen Lille und dann gegen Porto. Damit steht das Team gut da, um sich nicht nur für die K.-o.-Runde zu qualifizieren, sondern möglicherweise direkt einen Platz in den Playoffs zu sichern. Dafür muss der Schwung in den nächsten vier Spielen anhalten. Vor den letzten beiden Partien gegen Arsenal und Bayern München wird Betis kaum Lust haben, noch Punkte nachholen zu müssen.

15. Como (Abwärtstrend)

Como debütiert in der Champions League, dabei spielte der Klub vor nur drei Jahren noch nicht einmal in der höchsten Liga. Die Mannschaft ist aber nicht da, um nur Statist zu sein. Der Aufsteiger hat in den vergangenen beiden Saisons bewiesen, dass er grosse italienische Klubs bezwingen kann. Cesc Fàbregas’ Team richtet den Blick nun auf Europas Topteams.

Der Auftakt gelang mit einem deutlichen Sieg gegen RB Leipzig. Die Niederlage in Feyenoord am Mittwoch war jedoch eine harte Lektion für Fàbregas und sein talentiertes Team. Als Nächstes wartet Manchester United. Ein Sieg gegen die Red Devils würde Como in eine hervorragende Ausgangslage bringen, zumal noch Lens und AEK Athen vor Ende November warten.

14. Sporting CP (Aufwärtstrend)

Sporting ist allmählich zum festen Bestandteil der Champions League geworden. In der vergangenen Saison erreichte der Klub überraschend die Top 8 der Ligaphase und stiess danach bis in den Viertelfinal vor. Im Achtelfinal drehte das Team zuvor eine Partie gegen Bodø/Glimt.

Der Mann hinter diesem Lauf, Rui Borges, ist weiterhin im Amt und zaubert erneut. Sporting hat beide Spiele gewonnen, gegen Galatasaray und Lens. Als Nächstes stehen LASK und Schachtar Donezk an. Der Klub aus Lissabon könnte bereits einen Top-8-Platz sichern, noch bevor im Januar die Duelle mit Barcelona und Manchester City anstehen.

13. Roma (Abwärtstrend)

Roma ist zum ersten Mal seit der Saison 2018/19 wieder in der Champions League. Gian Piero Gasperini hat den Hauptstadtklub zurück zu einer der grossen Kräfte im italienischen Fussball geführt. Unter dem früheren Atalanta-Trainer ist die Mannschaft schwer zu besiegen. Am zweiten Spieltag führte Roma gegen Real Madrid sogar mit 3:1, als die letzten zehn Minuten begannen.

Dann brachen jedoch alle Dämme: Seltsame Wechsel führten dazu, dass das Heimteam im Stadio Olimpico noch drei späte Gegentore kassierte. Damit hat Roma nach dem Remis in Fenerbahçe nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen. Das Heimspiel gegen Slovan Bratislava bietet Gasperini und seinen Spielern nun die ideale Chance, sich direkt zurückzumelden.

12. Borussia Dortmund (Abwärtstrend)

Borussia Dortmund galt lange als Europas beste Talentschmiede. Erling Haaland, Jude Bellingham und Achraf Hakimi machten den Klub gross, bevor sie zu Superstars wurden. In den letzten Jahren ist dieser Nachwuchs allerdings versiegt. Deshalb setzte der Bundesligist im Sommer verstärkt auf junge Spieler. Niko Kovač verfügt nun über einen Kader mit nahezu grenzenlosem Potenzial.

Dieses Potenzial zeigte sich bereits in der Bundesliga, wo Dortmund stark startete. In der Champions League droht die Kampagne jedoch bereits zu scheitern, nachdem die Mannschaft in Bodø gegen Bodø/Glimt verlor. Positiv ist immerhin der Sieg gegen Villarreal. Am dritten Spieltag bietet das Heimspiel gegen Sabah die Chance, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

11. Manchester United (Abwärtstrend)

Michael Carrick führte Manchester United in der zweiten Saisonhälfte als Interimstrainer zurück in die Champions League. Sein Start als fest angestellter Trainer ist jedoch nicht ganz nach Wunsch verlaufen. Die Red Devils haben aus ihren ersten neun Spielen in allen Wettbewerben erst zwei gewonnen.

Einer dieser Siege gelang in der Champions League, als der Klub Neuling Sabah in Old Trafford deutlich bezwang. Die anschliessende Niederlage bei Atlético Madrid zeigte jedoch die fehlende Durchschlagskraft und die mangelnde Erfahrung auf höchstem Niveau. Als Nächstes folgen die schwierigen Partien gegen Como und Roma. Ob Carrick bis zum Duell mit den Italienern noch im Amt ist, bleibt abzuwarten.

10. Inter (Abwärtstrend)

Inter gehörte in der vergangenen Champions-League-Saison zu den grössten Enttäuschungen. Der Finalist von 2025 schied in der Playoff-Runde aus, nachdem der Klub gegen Bodø/Glimt zweimal verloren hatte. Cristian Chivu fing die Mannschaft nach dieser Enttäuschung wieder auf und holte im ersten Jahr als Trainer das nationale Double. In Europa ist jedoch noch keine Besserung in Sicht.

Laut Opta hat Inter eines der zweitleichtesten Programme aller 36 Ligaphasen-Teams. Nach der knappen Niederlage gegen Real Madrid am ersten Spieltag verlor Inter zu Hause mit 3:4 gegen Club Brügge und rutschte in die unteren Ränge. Zeit zur Wende bleibt, doch ein weiterer tiefer Europalauf erscheint derzeit fraglich.

9. Aston Villa (Aufwärtstrend)

Bei Aston Villa gab es im Sommer einen grossen Umbruch: Sechs Stammspieler aus dem Europa-League-Finalteam verliessen den Klub. Unai Emery muss deshalb eine Übergangssaison managen und ein neues Team formen, das grösstenteils aus Neuzugängen besteht. Einige davon kamen verletzt an, doch nun scheint sich in Villa Park langsam Schwung aufzubauen.

In der Champions League läuft es hervorragend: Auf den Auswärtssieg in Brügge folgte ein 6:0 gegen Fenerbahçe. Auch das dritte Spiel in Serie dürfte Villa gewinnen wollen, wenn Viking zu Gast ist. Anschliessend reist das Team Ende November ins Camp Nou zu Barcelona.

8. Atlético Madrid (Abwärtstrend)

Atlético Madrid kämpfte sich in der vergangenen Saison gegen alle Widerstände bis in den Halbfinal, ehe Arsenal den Weg versperrte. Diego Simeone glaubt, dass seine Mannschaft erneut einen tiefen Lauf schaffen kann, auch wenn der Auftakt in Anfield mit einer Niederlage endete.

Im zweiten Spiel gelang eine überzeugende Reaktion, als Atlético Manchester United schlug. Zwar steht Anfang November das Duell mit Bayern München an, doch die übrigen Partien sollten machbar sein. Ein Platz unter den direkten Achtelfinal-Qualifikanten ist deshalb im Januar gut erreichbar.

7. Liverpool (Aufwärtstrend)

Liverpool kam in der vergangenen Saison zwar eine Runde weiter als im Vorjahr, spielte aber insgesamt schwächer. Der Klub schied erneut gegen PSG aus, diesmal wie im Jahr zuvor. Andoni Iraola soll den Reds nach der Ablösung von Arne Slot wieder attraktiven, offensiven Fussball bringen. Die Verbesserungen sind bisher allerdings nur gering.

Trotzdem stehen die Reds mit zwei Siegen aus zwei Spielen gut da. Zunächst drehte die Mannschaft in Anfield gegen Atlético Madrid einen Rückstand, dann traf sie in Österreich beim 6:0 gegen LASK. Bradley Barcola feierte seinen Einstand für Liverpool mit einem Hattrick. Mit einem der leichteren Programme im Rücken sollte Iraolas Team bereits jetzt von einem Top-8-Platz ausgehen.

6. Manchester City (unverändert)

Kaum ein Team will die Champions League in dieser Saison so sehr gewinnen wie Manchester City. Wegen des Verstosses gegen die Finanzregeln droht eine harte Strafe der Premier League. Die einzige realistische Hoffnung für Enzo Maresca, die Mannschaft unter Europas Elite zu halten, ist der Triumph auf dem Kontinent.

Die Niederlage gegen PSG am Mittwoch zeigte, auf welches Niveau das neu formierte City kommen muss, und zwar schnell, wenn ein tiefer Lauf gelingen soll. Die starke zweite Halbzeit gibt jedoch Hoffnung, dass sich die Mannschaft gegen die besten Teams Europas behaupten kann. Spannend wird das Duell mit Barcelona Anfang Dezember.

Erling Haaland erzielte in der zweiten Halbzeit einen Doppelpack, doch das reichte City nicht.

5. Real Madrid (unverändert)

Real Madrid hat in den vergangenen zwei Saisons die Erwartungen auf europäischer Bühne deutlich verfehlt. Nun setzt der Verein auf José Mourinho, um sowohl nationale als auch internationale Titel zurück ins Bernabéu zu holen. Der Druck auf den Portugiesen ist allerdings schon jetzt gross, da die Leistungen in den ersten Wochen nur mässig waren.

Dieser Druck hätte fast zur Explosion geführt, als Madrid am Mittwoch in Rom mit 1:3 zurücklag. Doch Los Blancos drehten die Partie mit drei Toren in den letzten zehn Minuten und sicherten sich damit den zweiten Sieg in Serie. Antonio Rüdiger setzte mit dem entscheidenden Treffer den Schlusspunkt unter das Comeback. Dennoch sind deutliche Verbesserungen nötig, wenn Mourinhos Team mindestens bis ins Halbfinal kommen will.

4. Bayern München (Abwärtstrend)

Als die Champions League der vergangenen Saison fortschritt, wurde Bayern München von vielen Fans als Favorit gefeiert. Das Team unterlag schliesslich PSG nach einem der grossartigsten Halbfinals der Wettbewerbsgeschichte. Angeführt vom Angriffstrio Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz hatte der Bundesligist zuvor alle Gegner dominiert, darunter Real Madrid im Viertelfinal.

Diesmal läuft es nicht so rund. Das zeigte sich beim Unentschieden gegen Viking am zweiten Spieltag. Die Mannschaft von Vincent Kompany lag zu Hause zunächst mit 0:2 zurück, drehte die Partie in der zweiten Halbzeit und musste nach der Roten Karte für Michael Olise in Unterzahl weiterspielen. In der Schlussminute kassierte Bayern dann noch den Ausgleich. Olise fehlt nun auch im Spiel gegen Arsenal am dritten Spieltag, einer Partie, die für beide Teams richtungsweisend sein dürfte.

3. Arsenal (Aufwärtstrend)

Arsenal stand im Mai im Finale und will unbedingt den ersten Europapokal gewinnen. Dieser Wunsch dürfte in dieser Saison noch stärker werden, zumal der Klub die Premier League wohl dominieren wird, sobald die Sanktionen gegen Manchester City bestätigt sind. Mikel Arteta hat eine Defensive und ein Mittelfeld, die weit kommen können. Offen bleibt jedoch die Durchschlagskraft im Angriff, da der Klub im Sommer keinen grossen Stürmer verpflichtete.

Der erste Schritt besteht darin, die perfekte Ligaphase der Saison 2025/26 zu wiederholen. Nach zwei Spielen steht Arsenal mit zwei Siegen da, auch wenn die Mannschaft gegen Napoli und Lille nicht ihre beste Form zeigte. Als Nächstes wartet die Reise nach München, wo Arsenal ein deutliches Zeichen setzen will.

2. Barcelona (unverändert)

Seit 11 Jahren hat Barcelona die Champions League nicht mehr gewonnen. Viele glauben aber, dass Hansi Flicks Team PSG vom Thron stossen kann. Der Klub dominierte in den vergangenen zwei Saisons La Liga, scheiterte auf dem Kontinent jedoch oft wegen der hohen Verteidigungslinie und dem offenen Mittelfeld.

Viele setzen deshalb grosse Hoffnungen in den Neuzugang Rodri, der als Spielmacher im Kampf gegen Konter wegweisend sein könnte. Lamine Yamal und Raphinha sind zudem in starker Form. Yamal bereitete im Spiel gegen Galatasaray zwei sensationelle Tore vor, bevor Barça die Partie noch drehte. Als Nächstes wartet PSG. Das Spiel dürfte den ultimativen Test für die Katalanen darstellen.

1. Paris Saint-Germain (unverändert)

PSG ist der Sieger der beiden vergangenen Champions-League-Ausgaben und strebt in der Saison 2026/27 den dritten Titel in Serie an. Damit könnte der Klub erstmals seit Real Madrid wieder drei Europapokale hintereinander gewinnen. Die ersten Anzeichen sind vielversprechend: Nach einem klaren Sieg gegen Slovan Bratislava gewann die Mannschaft auch auswärts gegen Manchester City.

Luis Enriques Team war atemberaubend und führte nach der ersten Halbzeit bereits mit 3:0. Auch wenn City nach der Pause mehr Probleme bereitete, hielt PSG den Vorsprung und gewann 4:2. Als Nächstes wartet Barcelona, was bereits wie eine Vorschau auf das Finale wirken könnte.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *