
Real-Madrid-Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni hat den Streit in der Kabine mit seinem Teamkollegen Federico Valverde aus der vergangenen Saison als «eine Kleinigkeit» bezeichnet. Zwischen den beiden gebe es inzwischen «kein Problem» mehr.
Valverde musste nach dem Vorfall im Mai mit einer Kopfverletzung ins Spital. Der Club bestrafte beide Spieler mit einer Gesamtbusse von einer Million Euro. Der Streit ereignete sich nur wenige Tage vor dem Spiel von Madrid gegen den Rivalen Barcelona in der LaLiga.
Am kommenden Sonntag treffen beide Teams im Camp Nou aufeinander, beim ersten Clásico dieser Saison. Sowohl Tchouaméni als auch Valverde sollen mitwirken.
«Es gab keine Schlägerei»
«Ich möchte die Sache klarstellen», sagte Tchouaméni am Donnerstag in einer Folge seiner YouTube-Show The Bridge. «Es gab keine Schlägerei, wie die Leute behaupten.»
«In einer Garderobe passiert eben einiges, da gibt es mal kleine Scharmützel. Jedenfalls ist etwas schiefgelaufen. Das Problem ist nur: Wenn du bei Real spielst, wird aus etwas Kleinem so etwas», sagte er und spreizte die Finger auseinander.
«Es wird aufgebauscht, und eine Sache, die nicht unbedingt so gross ist, wird riesig. Dann rufen dich alle an und wollen wissen, was passiert ist.»
«Es war so eine Kleinigkeit. Die Leute schreiben mir deswegen, aber ich versuche nur, die Lage zu beruhigen. Neulich habe ich eine Dokumentation über die NFL gesehen, da passiert so etwas ständig. Im Fussball ist es aber etwas anders, und bei Madrid ist einfach alles noch grösser.»
Mourinho sieht keine Probleme
Tchouaméni und Valverde haben in dieser Saison unter dem neuen Trainer José Mourinho häufig gemeinsam im Mittelfeld gespielt. Mourinho betont, dass er seit seinem Amtsantritt im Sommer keine Probleme zwischen den beiden festgestellt habe.
«Ich kam mit vielen Informationen», sagte Mourinho im August. «Aber ich habe mich entschieden, bei null anzufangen. Ich habe die Situation beobachtet und sah keinen Anlass, darüber zu sprechen. Alles ist normal. Wenn man sieht, wie sie miteinander umgehen, kann man sich kaum vorstellen, was passiert ist.»
Tchouaméni sagte am Donnerstag: «Jetzt in der Kabine hat der Trainer es gesagt … wir sind im Reinen. Es gibt überhaupt kein Problem. Auf dem Platz ist alles genauso wie vorher, und das Leben geht weiter.»
«Mir hat jemand gesagt, dass so etwas die Leute näher zusammenbringt … Wir verstehen uns gut. Ehrlich gesagt gibt es keinen Konflikt, wir sind entspannt.»
Ausgangslage vor dem Clásico
Madrid reist mit sechs Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze der LaLiga zum Clásico am Sonntag. Barcelona, der Leader, hat in dieser Saison in der Liga alle Spiele gewonnen.
Valverde könnte als Rechtsverteidiger auflaufen. In dieser Position stand er in den letzten beiden Partien der Madrilenen in der Startelf, vor Denzel Dumfries und Trent Alexander-Arnold.